fbpx
  • Multiple Sklerose – Können Infrarotanwendungen helfen?

Multiple Sklerose – Können Infrarotanwendungen helfen?

Multiple Sklerose ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen. Bei den damit verbundenen Schmerzen und Verspannungen kann Infrarotwärme helfen, einige Aspekte müssen dabei jedoch beachtet werden.

Gesundheit | Julia Kopp | 9 Monaten ago

Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark). Aufgrund einer Fehlfunktion des Immunsystems greifen die eigenen Immunzellen die Ummantelung (Myelinscheide) der schnell leitenden Nervenfasern und Nervenzellen an. Zudem werden Antikörper gegen die Nervenscheiden gebildet. Die MS wird daher auch als Autoimmunerkrankung bezeichnet.

Die MS kann sich in einer Vielzahl verschiedener, neurologischer Symptome äußern. Zudem unterscheiden sich der Schweregrad und der Verlauf von Patient zu Patient.

Können Wärmeanwendungen helfen?

Infrarotwärme kann bei manchen Symptomen der Multiplen Sklerose gezielt eingesetzt werden. Dazu muss jedoch zunächst differenziert werden:

  • Milde Durchwärmungsanwendungen, wie in Infrarotkabinen, erhöhen die Körperkerntemperatur nur geringfügig um 0,2 – 0,3°C. Im Rahmen der symptomatischen Therapie können Wärmeanwendungen daher schmerzlindernd und entspannend auf die Muskulatur wirken. Darüber hinaus verbessern sie die Gewebeversorgung.
  • Wärmeanwendungen welche die Körperkerntemperatur auf über 38°C erhöhen, wie beispielsweise in der Sauna, sind dagegen als kritisch zu sehen. MS-Patienten sollten künstliche Temperaturerhöhungen in den Fieberbereich durch zu intensive Bestrahlung vermeiden.

Auch bei Anwendungen in einer Infrarotkabine muss beachtet werden, dass das Wärmeempfinden und die Wärmeregulationsfähigkeit der Haut beeinträchtigt sein können. Physiotherm bietet für diese Anforderung die weltweit einzigartige SENSOcare®-Technologie, eine berührungslose Hauttemperaturmessung. Dabei wird die Infrarotintensität automatisch geregelt und an jeden Anwender angepasst. So kann man ideal entspannen und die wohltuende Wärme auf den Körper wirken lassen.

Akute Schübe und Gegenanzeigen

Wesentlich ist, dass in jedem Fall der behandelnde Arzt zu Rate gezogen wird. Er wird die individuelle Situation mit seinem Patienten abklären. Nicht jeder MS-Patient reagiert auf Wärme positiv. Ein erstes Entscheidungskriterium kann z.B. sein, ob man Wärme im Alltag eher sucht oder meidet. Im akuten Schub ist auf eine Anwendung in jedem Fall zu verzichten.

Sie haben Fragen zu Wärmeanwendungen bei Multipler Sklerose?

Wenden Sie sich an unsere medizin-wissenschaftliche Abteilung