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Viren, zieht euch warm an

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, das eigene Immunsystem zu unterstützen und zu stärken. Was Sie über Infekte wissen müssen und wie Sie sich vor Viren schützen, erfahren Sie hier

Gesundheit | Julia Kopp | Vor 9 Monaten

Laufende Nasen, Nies- und Hustenreize gepaart mit lästigen Kopfschmerzen – wie die hiesigen Skigebiete haben auch grippale Infekte (= Erkältung) und die Influenza (= Grippe) im Winter Hochsaison. Die Symptome der Influenza sind meist sehr viel ausgeprägter als bei einer Erkältung. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit Fieber, trockenem Husten, Glieder- und Kopfschmerzen sowie Abgeschlagenheit. Bei schweren Formen können Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen noch hinzukommen.

Wer ist betroffen?

Treffen kann es jeden und es gibt eine Reihe von Faktoren (wie z.B. mangelnder Schlaf, Stress, Rauchen und Ernährung), die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Vor allem nasskaltes Klima erhöht die Anfälligkeit. Die eingeatmete Luft verengt die Blutgefäße in den Schleimhäuten von Mund und Nase. Dadurch wird die lokale Abwehr beeinträchtigt und die Viren können leichter in den Organismus eindringen.

Wie kann ich mich schützen?

Der Hauptübertragungsweg von Infektionskrankheiten ist nicht die Tröpfchen-, sondern die Schmierinfektion. Da man sich mehrmals in der Minute unwillkürlich ins Gesicht fasst, ist die Übertragung durch die Hände besonders effektiv. Die Erkältungsviren sind zudem relativ resistent gegen Umwelteinflüsse und können auf Oberflächen je nach Umweltbedingungen Stunden bis Tage infektiös bleiben. Der Hygiene kommt in der Prävention also eine große Bedeutung zu. Gesunde wie Erkrankte sollten sich häufig die Hände waschen bzw. desinfizieren.

Zudem helfen ausreichend Schlaf, Stressabbau, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene, mineral- und vitaminreiche Ernährung dem Immunsystem fit zu bleiben. Gegebenenfalls kann man kurzzeitig hochdosierte Vitaminkombinationspräparate einnehmen. Wichtig sind hier vor allem Vitamin C und D sowie die Mineralien Selen und Zink.

Aber auch regelmäßige Durchwärmungsanwendungen können die Abwehrlage der Schleimhäute stärken und deren Durchblutung verbessern, sodass deutlich mehr Abwehrstoffe zur Verfügung stehen. Das Erkrankungsrisiko kann damit reduziert, eine beginnende Erkältung unter Umständen eingedämmt werden. Die Durchwärmungsanwendungen sind außerdem wenig belastend für das Herz-Kreislauf-System, bei Fieber (über 38 °C) sollte man jedoch auf eine Anwendung verzichten.

Was tun, wenn es mich erwischt hat?

Wichtig sind Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Vermeidung von körperlichen Anstrengungen. Entsprechend der Symptome und deren Schwere können Medikamente zur Linderung der Beschwerden verabreicht werden. Fieber bis 38,5 °C sollte, sofern es gut vertragen wird und keine Komplikationen eingetreten sind, nicht unbedingt durch Medikamente gesenkt werden. Wadenwickel können ausreichen. Hier sollte man aber gegebenenfalls einen Arzt oder eine Ärztin zu Rate ziehen.

TIPP: Zur Stärkung der Abwehrkräfte können neben Vitaminen und Mineralien verschiedene Pflanzenwirkstoffe unterstützend helfen. Entsprechende Kombinationen, auch zur Schleimlösung und Hustenreizlinderung, sind in der Apotheke erhältlich. Aber auch Teezubereitungen mit z.B. Holunderblüten, Sanddorn, Lindenblüten, Brombeerblättern, Thymiankraut oder Hagebuttenschalen können hilfreich sein, genau wie Inhalationen mit Sole oder Kamille (z.B. auch mit dem Microsalt ProX). Und auch die Wirksamkeit eines alten Hausmittels ist durch Studien belegt: Hühnerbrühe, gewürzt mit Ingwer, Zitronengras und Knoblauch kann „wahre Wunder“ wirken.

TIPP: Das Freihalten der Atemwege kann man durch Salben mit ätherischen Ölen unterstützen. Eine direkte Inhalation ätherischer Öle sollte aber nie länger als 10 min dauern. Im Schlafzimmer sind 16–18 °C bei einer Luftfeuchte von 40–50 % und mehrmaligem kurzen Lüften ideal. Trockene Luft, Rauch und Kältereize sollte man meiden.

Sie haben Fragen zu Wärmeanwendungen bei grippalen Infekten?

Wenden Sie sich an unsere medizin-wissenschaftliche Abteilung