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Infrarot & Rheuma

Rheuma

Der Begriff „Rheuma“ fasst eine Vielzahl von Erkrankungen zusammen, die sich in der Regel zunächst im Bewegungsapparat bemerkbar machen. Häufig liegt eine Störung des Immunsystems zu Grunde, in deren Folge der Körper eigenes Gewebe wie die Gelenkinnenhaut (bei der rheumatoiden Arthritis) als fremd erkennt und angreift. Diese so genannten Autoimmunkrankheiten können in Form der Kollagenosen (Erkrankung des Bindegewebes) auch den gesamten Organismus befallen.

Die Ursachen sind noch immer unbekannt. Offensichtlich besteht aber ein Zusammenhang mit erblichen Faktoren und abgelaufenen Infektionen. Aufgrund der Komplexität der Erkrankungen sind eine genaue Diagnose und eine individuell abgestimmte, meist medikamentöse Therapie unerlässlich.

Viele naturheilkundliche Verfahren zeigen bei der Linderung von Begleitsymptomen einen unterstützenden Charakter. Die Physiotherapie und die Ergotherapie sind unverzichtbar, um die Beweglichkeit und die Selbstständigkeit der Patienten zu erhalten.

Wärmeanwendungen werden bei zahlreichen rheumatischen Erkrankungen zur Linderung der Beschwerden empfohlen. Das wesentliche Entscheidungskriterium ist: Handelt es sich um einen schubhaften Verlauf bzw. besteht gerade ein Schub? Während eines akuten Schubs ist Wärme zu vermeiden. Zwischen den Schüben kann Wärme sinnvoll sein, um Begleitsymptome zu lindern, die Regeneration nach Schub-episoden zu verbessern und physiotherapeutische Maßnahmen zu unterstützen. Die Grunderkrankung und/oder auch Medikamente können die Wärmeregulationsfähigkeit beeinträchtigen. Dies ist zu berücksichtigen.

Als Anwendungsprogramm empfehlen sich je nach individueller Situation und ggf. Kombination mit anderen Verfahren „Sanfte Durchwärmung“, „Durchwärmung“ und „Anregung“.

Sanfte Durchwärmung

Kabine auf Thermoneutralzone vorwär­men. Infrarotstrahler vor der Anwendung abkühlen lassen. Durch eine langsame Steigerung der In­tensität – beginnend von 40 mW/qcm auf 60 bis 70 mW/qcm – über 20 Minuten wird der Aufbau einer maximalen Haut­durchblutung unterstützt. Es kann so mehr Wärme in den Körper transportiert werden. Die relativ geringe Maximalinten­sität wird über 10 Minuten beibehalten und anschließend erfolgt eine schrittwei­se Reduzierung der Intensität. Das Ziel ist eine sanfte Durchwärmung der Körperschale, die Reduzierung akti­vierender Impulse und die Förderung der physischen und psychischen Entspan­nung.

Zeitdauer: 35–40 Minuten 


 Durchwärmung

Kabine auf Thermoneutralzone vorwär­men. Infrarotstrahler vor der Anwendung abkühlen lassen. Durch eine langsame Intensitätssteige­rung – beginnend mit 40 mW/qcm auf 80 mW/qcm über 20 Minuten – wird wie­der der Aufbau einer maximalen Haut­durchblutung unterstützt. Die relativ hohe Maximalintensität wird über 15 Minuten beibehalten. Anschließend erfolgt eine schrittweise Reduzierung der Intensität bis auf 60 mW/qcm. Das Ziel ist eine maximale Durchwär­mung der Körperschale.

Zeitdauer: 40–45 Minuten


Vitalisierung, Anregung, passives Aufwärmen

Kabine auf Thermoneutralzone vorwärmen. Infrarotstrahler vor der Anwendungabkühlen lassen. Auf einen relativ schnellen Anstieg der Intensitätauf 80 mW/qcm folgt ein schnellerAbbruch der Anwendung. Das Ziel ist,den Organismus zu aktivieren und passiv Wärme zur Verfügung zu stellen.

Zeitdauer: ca. 15–20 Minuten

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Dieser Artikel ist ein Auszug aus unserem Infrarot-Buch.

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